Projekt "Stark ohne Gewalt"

GenRosso

In der Woche vom 26. April bis 30. April 2010 wurde an unserer Schule ein Projekt zur Gewaltprävention durchgeführt. Viele Schülerinnen und Schüler studierten zusammen mit der internationalen Band GenRosso das Musical "Streetlight“ ein: als Tänzer, Schauspieler oder Musiker. Oder sie wirkten hinter den Kulissen, z.B. als Licht- oder Tontechniker. Die Lehrerinnen und Lehrer sowie viele außerschulische Mitarbeiter boten Workshops an und luden Jugendliche dazu ein, sich bei Kunstaktionen zur Gestaltung von Bildern, Gedichten, Collagen oder Theaterstücken kreativ mit dem Thema „Stark ohne Gewalt“ zu beschäftigen.

Höhepunkt der Projekttage war der gemeinsame Abend am 28. April 2010 in den Holstenhallen in Neumünster und am 29. April die Aufführung für Schülerinnen und Schüler aller Schulen der Region.
Die Aufführungen waren ein großer Erfolg - 2000 Zuschauer fanden sich ein.

600 Schülerinnen und Schüler unserer Gemeinschaftsschule erfuhren in dieser Woche ihre Stärken und Fähigkeiten sowie die Freude an gemeinsamer Arbeit. Ein Schüler stellte fest: „Wir sind eine starke Schule“.

Die Projektwoche im HBS-Express

Die Bühnenbildner
Die Bühnenbildner bei der Arbeit

Das Schülerzeitungsteam hat eine Sonderausgabe mit mit Hintergrundinformationen, Interviews und Berichten von Schülern über die einzelnen Projekte zusammengestellt.

Hier jetzt einige Auszüge aus dieser Sonderausgabe:

Der Rotary Club

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Was ist der Rotary Club?
Der Rotary Club ist eine Organisation, die sich dem Dienst am Mitmenschen widmet. Die Rotarier haben es sich zur Aufgabe gemacht, Freundschaft und Fairness im geschäftlichen und persönlichen Leben zu pflegen sowie durch eigenes Engagement den Frieden in der Welt zu fördern. Der erste Rotary Club wurde am 23. Februar 1905 in Chicago gegründet.
Es gibt ungefähr 1,2 Millionen Rotarier in 163 Ländern und mehr als 32000 Clubs.

Was macht der Rotary Club?
Der Rotary Club trifft sich wöchentlich, um die Freundschaften zu pflegen und sich über neue Projekte zu unterhalten. Er unterstützt soziale Projekte wie zum Beispiel unsere Projektwoche „Stark ohne Gewalt“.

Der Rotary Club Bordesholm
Der Rotary Club in Bordesholm wurde am 30. Juni 2008 gegründet und hat sich gleich ein großes Projekt zur Aufgabe gemacht: Die Rotarier wollten der Gemeinschaftsschule in Bordesholm beim Zusammenwachsen helfen. Die Projektleitung hat Frau Dr. Martha Noodt übernommen. Zusammen mit Starkmacher e. V. und der internationalen Band GenRosso wollten sie das Musical „Streetlight“ auf die Beine stellen. Mit Musik und Tanz sollten Lehrer und Schüler der Hans-Brüggemann-Schule gemeinsam mit Profis an Gewaltprävention und an der Stärkung ihrer Persönlichkeit arbeiten. Am 28. und 29. April wurde das, was die Schüler zuvor in drei anstrengenden Tagen gelernt haben, auf die Bühne gebracht - in den Holstenhallen in Neumünster! ! !

Frederike
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Dieses Projekt war nur dadurch möglich, dass viele Sponsoren dieses Projekt unterstützt haben. Wir bedanken uns für die Unterstützung bei:
Xenos * Bundesministerium für Bildung und Arbeit * Europäischer Sozialfonds für Deutschland (ESF)* Europäische Union * AWT Abfall-Wirtschaftszentrum Trittau GmbH * HHE Holsteiner Humus und Erden GmbH * ZST Security Service Consulting and Technology GmbH Bordesholm * Baugeschäft Reese * Tietgen & Lüder Haustechnik * Reesdorfer Hof * Dachdeckerei Bente * Autohaus Petersen * Sparkasse Südholstein * RWE Companius * Bordesholmer Sparkasse * MPG & E Kontaktlinsen * Sprint Transportgesellschaft mbH* Edeka * MJS GmbH * SWN Stadtwerke Neumünster * Holger Pfau * Antikhof Bissee * Urte Seinberg * Dr. Martha Noodt * Heimke Siemen-Thiesfeld * Tierarztpraxis NMS-Einfeld * Carl H. Bruhn * Dr. Werner Hofmann * N. Jahnke * Wiebke Otto * Dr. Johanna Höink * inter Versicherungen * Techniker Krankenkasse * Versorgungsbetriebe Bordesholm * Schanze am See * Areva Energietechnik GmbH * Media Markt NMS * Amtskasse Bordesholm * DIVIS GmbH * Bernd Muntkowski * Dr.Cornelia Seifert * Dr. Dorette Kinzel-Herwig * Leif und Jennifer Lorenzen * Janina Riedel * VR Bank Neumünster * Bente * AWR Abfallwirtschaftsgesellschaft Rendsburg-Eckernförde * Victoria Versicherungen *

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Interview mit Dr. med Martha Noodt vom Rotary Club

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Frau Dr. Noodt
Was sind Sie von Beruf?
Ich bin Ärztin mit der Zusatzbezeichnung Homöopathie. Zwei Drittel meiner Patienten sind Kinder.

Warum sind Sie beim Rotary Club und was für eine Verbindung haben Sie zu ihm?
Ich bin dort, seitdem ich gefragt wurde, ob ich nicht Mitglied werden möchte. Da habe ich natürlich „ Ja“ gesagt. Um in diesem Club Mitglied zu werden, muss man aber angesprochen werden, man kann nicht einfach eine Anfrage schicken. Deswegen ist es auch eine Art Ehre. Es ist schön, sich für Soziales und für seine Mitmenschen einsetzen zu können.

Was passiert im Rotary Club?
Einmal wöchentlich ist ein Treffen. Dort sprechen wir über laufende und anstehende Projekte. Außerdem werden bei diesen Treffen auch Vorträge gehalten oder Firmen besichtigt, wie zum Beispiel eine Biogasanlage oder Maschinenfabrik. Einfach, um den Horizont zu erweitern.

Was bedeutet Ihnen der Rotary Club?
Gemeinschaft mit Menschen aus verschiedenen Berufsgruppen, die man sonst nicht so kennen gelernt hätte. Man lernt einfach andere Lebensarten kennen. Das finde ich schön.

Wie ist es zu diesem Projekt gekommen?
Es ging ja darum, ein Sozialprojekt zu finden und ich habe dann dieses Projekt einmal zart angedeutet, dann vorgestellt. Und so kam es schließlich auch zu dem Projekt.

Sind Sie zufrieden mit dem Projekt gewesen?
Ich war ja die ganze Woche dabei und habe die gute Stimmung bemerkt. Auch bei den Lehrervorbereitungstagen herrschte schon eine gute Stimmung. Die Schüler und Lehrer können sich nun auf eine ganz andere Weise begegnen.

Wie war denn die Zusammenarbeit in der Woche?
Ich habe gesehen, dass die Schüler und Lehrer alle sehr eng zusammengearbeitet haben und dass sie alles, auch wenn es vielleicht manchmal ein bisschen stressig wurde, bis zum Ende durchgezogen haben. Und das ist einfach ein schönes Ergebnis. Was ich noch ganz toll fand war, dass sich selbst die Eltern so mit eingebunden haben.

Wie fanden Sie denn die Aufführung?
Ich fand die Aufführung oberstark! Ich war ganz gerührt und sehr ergriffen. Dass alle in so einer kurzen Zeit eine solche Atmosphäre auf die Bühne bekommen konnten – unglaublich!

Welche großen Projekte stehen noch an?
Ende Juni ist meine Amtszeit ja zu Ende. Mein Nachfolger oder meine Nachfolgerin muss entscheiden, was als nächstes in die Wege geleitet wird. Eine Nachhaltigkeit bleibt an der Schule. Es steht ja noch Geld zur Verfügung. Außerdem findet noch ein Folgeseminar statt.

Was war denn das Ziel dieser Projektwoche?
Das Ziel war es, etwas in Bewegung zu bringen, was jetzt an der Schule und in den Menschen dort weiter geht.

Vielen Dank für das Interview, Frau Dr. Noodt.

Elisa

Starkmacher e.V.

Starkmacher-Team in Aktion
„Ein Team – eine Woche – ein Ziel“
Um eine Projektwoche erfolgreich umzusetzen braucht es Personen, die im Hintergrund agieren, helfen – wo Not am Mann ist, für gute Stimmung sorgen und sich einbringen. Diese Aufgabe übernehmen die Teamer des Starkmacher e.V. auf dem klassischen Grundsatz des Vereins: Menschen eine Plattform zu geben, ihre Stärken und Fähigkeiten einzusetzen. Somit werden für jede Projektwoche Personen gesucht, die eine Woche im Team arbeiten wollen, auf freiwilliger Basis, ohne eine professionelle Ausbildung als Voraussetzung. Sie sollten die Bereitschaft haben, für alles was zum Gelingen der Projektwoche notwendig ist bereit zu sein und sich einzubringen.

Am Standort in Bordesholm hieß das: zehn Personen – Lena, Theresia, Cesar, Manuel, Ute, Lukas, Tine, Wolfram, Marion und Niko – die sich bewusst Urlaub nahmen, ihre Semesterferien nutzten, oder – einfach so – sich eine Woche fernab des Alltags einsetzten. Die Aufgaben sind vielfältig. Am Vormittag wurde in den verschiedenen Workshops übersetzt, eine nicht zu unterschätzende Aufgabe. Beziehungsarbeit zwischen Schülern und Gen Rosso verläuft u.a. über die Sprache. Dabei kommt es nicht nur darauf an, dass Worte originalgetreu übersetzt werden, sondern Stimmungen, Ausdrücke zwischen den Zeilen und nonverbale Botschaften übersetzt werden. Für die Starkmacher als Laienübersetzer bedeutete dies eine enge Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Workshopleiter von Gen Rosso, sowie ein Grundvertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Neben der Übersetzung gab es zahlreiche Aufgaben zu erledigen; Hilfe beim Aufbau in der Holstenhalle, Cateringorganisation, Merchandising, regelmäßige Teamtreffen zur Arbeitsplanung und Feedback, Probenlogistik, Aufsicht bei den Konzerten, Planung und Organisation der Mottokarten und deren Verteilung. Dabei werden die kleinsten Talente sichtbar. Wer im normalen Leben Designer oder Kunsttherapeut ist, kann sich in der Dekoration des Standes einbringen. Die BWL Studenten entwickeln ein schnelles Abrechnungsschema oder eine neue Workshop-Einteilungs-Struktur für die Zukunft. Erfahrungen in Kinder und Jugendarbeit wird genutzt, oder jedes noch so kleine Organisationstalent wird gebraucht.

Neben all den Aufgaben und der  Arbeit, darf jedoch der Spaßfaktor nicht zu kurz kommen. Jede Projektwoche lebt auch von der guten Laune der teilnehmenden Teamer. In Bordesholm wurde daher auch genug Freiraum eingeplant, um sich als Team einfach genießen zu können. Ein Ausflug ans Meer nach Laboe (für Mittel – und Süddeutsche ein einmaliges Erlebnis), ein Kegelabend, Sportnachmittage oder die achtstündige Fahrt im Kleinbus, sorgten für eine gute Stimmung und ein Teamgefühl, dass dafür sorgte, dass man gemeinsam eine Projektwoche mitgestaltet in der die Profis von Gen Rosso in ihrer Arbeit und das Projekt mit seinem Ziel erfolgreich unterstützt wurden.

Lena: „Das Schönste am „Starkmacher“ ist für mich die Erfahrung, dass den Schülern nicht etwa Kraft gegeben wird, die sie vorher nicht hatten. Vielmehr entdeckt jeder seine eigenen Fähigkeiten und Talente. Nicht nur die Kinder haben bei diesem Projekt ein paar tolle Tage, auch für das Starkmacher Team ist das eine wertvolle Erfahrung.“
Niko: „Ich finde es super, so viele tolle, einzigartige Menschen kennen zu lernen, mit ihnen zu arbeiten und die verschiedenen Entwicklungen miterleben zu dürfen. Es ist schön zu sehen, wie nicht nur die Schüler, sondern auch die Lehrer sich öffnen, im Laufe der Woche.“

Streetlight – das Musical

Streetlight 1
Zwei Freunde leben in einem berüchtigten Stadtteil von Chicago, genannt wird es „The Hole“  -  „das Loch“, die beiden Freunde heißen  Charles und Jordan. Charles gehört zur „Streetlight-Band“, dies ist eine Gruppe von Jugendlichen, die sich an den Schauplätzen ihres Alltags mit allen Kräften für den Aufbau einer geeinten Welt einsetzen. Charles und die Streetlight-Band treffen sich abends immer in einem Kellerraum, um für ihr Konzert zu üben. Zur Streetlight-Band gehören neben Charles noch Alan, Garcia, Mike und Henry.

Jordan gehört zur einer Straßenbande, die das gesamte Viertel kontrolliert, die sich „Gang“ nennt. Er ist unsterblich in Lisa verliebt, sie ist die Schwester von Trey, dem Bandenchef der Gang. Es gibt ziemlich oft Streit zwischen den „Devil G“, einer anderen Straßenbande und der „Gang“..Die Schwester von Trey, Lisa, wird bei einem Überfall mit Schießerei von den „Devil G“ erschossen. Doch die „Gang“ will Rache. Die Ereignisse haben ungeahnte Konsequenzen für Charles und Jordan. Charles entscheidet sich für die  Gewaltlosigkeit und besiegelt so sein Schicksal. Da Charles sich immer mehr von der  „Gang“  abwendet, wird es für ihn gefährlich, da die Gang Rache will. Charles zieht mit all seinen Sachen zu Henry, einem aus der Streetlight-Band. Henry und Charles bekommen von einem der Mitglieder ihrer Band zwei Tickets nach Rom, doch ein Tag vor dem Flug wird Charles von Trey, einem Gangmitglied, erschossen und Henry fliegt alleine.

Gen Rosso

Die Band Gen Rosso International Performing Arts Group  entstand 1966 in Loppiano bei Florenz.  Gen Rosso heißt in die deutsche Sprache übersetzt „Generation rot“ wegen des ersten roten Schlagzeugs, das sie geschenkt bekamen. Die Band reist durch die Welt; um Frieden und Geschwisterlichkeit zu verbreiten und um die geeinte Welt zu verbessern. Allgemein besteht die Band aus 18 Mitgliedern, die aus verschiedenen Ländern kommen wie z.B. Brasilien, Kenia, Tansania, Argentinien, Spanien, Italien, Schweiz, Philippinen und Polen. Seit 1966 haben mehr als 200 Künstler und Techniker in der Band Gen Rosso mitgewirkt. Gen Rosso hat mehr als 46 verschiedene Länder besucht.
Sie hatten insgesamt über 1500 Konzerte.
Auf der Bühne gibt es keine einzelnen Stars, es zählt die Gemeinschaft, dazu gehören auch Tonmeister ,Techniker und Fahrer.
Das bekannteste Lied dürfte Resta qui con noi  (dt "Bleibe hier bei uns") sein.

Streetlight ist die bisher größte Produktion von Gen Rosso.
Sie wurde weltweit 450 Mal aufgeführt.  Zur «Streetlight Band» gehören  Alan, Garcia, Mike und Henry, Charles, alle  sind sehr talentierte Menschen. Das Musical beruht auf  wahren Ereignissen. Es ist die Geschichte von Charles Moates, einem afro-amerikanischen Jugendlichen, der Ende der 60er Jahre in einem Ghetto in Chicago lebte. Seine Geschichte kreuzt sich mit den Geschichten von Jordan, der in Lisa verliebt ist, und Trey, dem Chef der Gang, die das Viertel kontrolliert. Charles gehört zur Streetlight-Band, die mit ihrer Musik die Botschaft von Frieden und Geschwisterlichkeit verbreiten, die ihr Leben prägt.
Die Choreographien sind stark Hip-Hop geprägt, die Musik ein Crossover von Rock bis Blues, Rap und Tango, mit afrikanischen und keltischen Elementen.

Brücken bauen

Brücken bauen
Der Leiter der Projektgruppe „Brücken bauen“ war Herr Ohnsorge und Herr Sutter hat ihn unterstützt.
Zunächst haben wir mit Herrn Ohnsorge eine Vorstellungsrunde gemacht. Als dann auch Herr Sutter kam, haben wir gemeinsam überlegt, wie man die Brücke bauen könnte und welche Materialien man dafür braucht. Das Holz für das Brückenbau-Projekt wurde von der Firma Freese-Holz gespendet.
Aber bevor es richtig losging, haben wir, da wir noch so ungeschickt waren, erst einmal mit Papier geübt.
Brücken bauen
Am nächsten Tag haben wir dann das Holz entsprechend unserer Markierungen gesägt und ausgemessen, ob es in die Lücke hineinpasste.
Es passte genau! Wir haben die Hölzer mit einem stabilen Band festgebunden.

Wir hatten fast alles geschafft, aber wir mussten noch ein bisschen Stabilität hinzufügen. Aber das klappte gut, wir hatten noch ein paar Hölzer befestigt, damit die Brücke nicht durchkippt. Unsere Brücke hat bis zu 200 kg ausgehalten.

Konflikte lösen ohne Gewalt

Zwei Lehrerinnen leiteten das Projekt „Konflikte lösen ohne Gewalt.
Wir waren  ca. 20 Leute.

Montag: Als allererstes haben wir eine Kennenlern-Runde gemacht und haben uns vorgestellt. Danach haben die Leiterinnen uns alles über Gen Rosso erzählt und uns erklärt, worum es in dem Projekt und im Musical geht. Dann sollten wir in der Gruppe Gemeinsamkeiten finden und haben uns gegenseitig Fragen gestellt wie z.B.: Magst du Sonne? Nein, ich bin ein Nachtmensch.     

Dienstag: Am Anfang haben wir Pantomime gespielt mit Wörtern, die eigentlich keiner kannte. Wir haben Kärtchen bekommen, wo z.B. „glücklich“ draufstand. Dann durften wir uns Gruppennamen aussuchen. Die eine Gruppe nannte sich „Loser“ und die andere „Checker“. Die Checker haben gegen die Loser gewonnen. Dann haben wir Rollenspiele gemacht, wo wir Gewaltszenen darstellen sollten.

Mittwoch: Zuerst sollten wir noch mal ein Rollenspiel machen, in dem ein Schüler im Klo eingesperrt wurde. Wir durften uns draußen auf dem Schulhof mit Bataca-Schlägern - nun ja – „verprügeln“. Das tat aber nicht weh, die  waren ja weich. Dann hatten wir Pause und viel Spaß. Am Mittwochabend waren wir noch bei der Aufführung von Streetlight, die war sehr interessant die ganzen anderen Kurse haben das alles gut aufgeführt. Es hat allerdings sehr lange gedauert, sogar knapp 3 Stunden.

Donnerstag: Am Morgen war die zweite Streetlight-Aufführung, zu der die ganze Schule kommen musste, außer dem Catering Kurs. Aber an diesem Morgen war die Aufführung schon nicht mehr so spannend, weil man schon alles kannte und so kam die Aufführung uns allen noch länger vor als ohnehin schon.

Freitag: Freitag war in der Lindenschule der große Abschied. Wir haben an diesem Tag auch noch Plakate mit Photos gemacht, was manchmal sehr lustig war. Dann haben wir die Streetlight-Band in der Lindenschule verabschiedet und dann haben sie uns allen noch ein Lied gesungen. Nach 45 Minuten durften wir dann nach Hause.

Eigene Meinung: Die Projektwoche hat an einigen Tagen sehr viel Spaß gemacht, aber an einigen war sie auch sehr  langweilig. Die erste Aufführung am Mittwochabend war interessant, da man das Musical noch nicht kannte. Am Donnerstagmorgen war die zweite Aufführung, da man schon alles vom Vorabend kannte, eher langweilig. Insgesamt hat die Projektwoche aber Spaß gemacht, in Sachen Gewalt hat sich eigentlich nicht viel verändert.

Hip-Hop

Hip-Hop
In dem Kurs Hip Hop haben wir mit Ponssy einen Tanz einstudiert.
Am Montag nach der Begrüßung sind wir in die Sporthalle gegangen und haben uns erzählt, wie wir heißen. Dann haben wir angefangen mit dem Tanz. Ponssy hat uns die ersten Tanzschritte gezeigt, die Gruppe von 25 Leuten war in drei Reihen eingeteilt.
Ponnsy hat vor der Gruppe die Tanzschritte vorgetanzt.
So haben wir Schritt für Schritt die weiteren Tanzschritte gelernt.

Wir haben zwischendurch auch Pausen gemacht, die meistens 15 bis 20 Minuten lang waren, damit wir uns erholen und etwas essen und trinken konnten.
Nicole, unsere Übersetzerin, hat manchen aus der Gruppe noch das Lied „Capolinea" auf einen Stick gezogen.
Damit haben manche Mädchen und Jungen am Nachmittag noch gemeinsam geübt. Am Mittwoch haben wir uns noch einmal in der Schule getroffen, um noch ein paar Mal gemeinsam den ganzen Tanz durchzugehen. Fast jeder war schon nervös. Ponssy hat uns noch erzählt, dass die Bühne sehr groß ist.
Bei ein paar Schülern lagen schon vor der eigentlichen Aufführung die Nerven blank. In Fahrgemeinschaften sind wir am Mittwochnachmittag zusammen nach Neumünster gefahren. Vor der Generalprobe haben wir noch einmal zusammen hinter der Bühne geübt, dann konnten sich alle noch mal austauschen, wenn jemand irgendeinen Tanzschritt noch nicht hinbekommen hat, konnte jeder jeden fragen.

Bei der Generalprobe waren schon alle total aufgeregt, dort haben wir den Tanz noch zweimal getanzt. Bei dem Auftritt am Abend haben es alle gut hinbekommen.
Am nächsten Tag klappte es auch gut, denn wir hatten das erste Mal ja schon hinter uns. Wir haben uns zum Schluss noch vor die Bühne gestellt, weil Ponssy ein Foto machen wollte. Am Freitag kam der Tag, wo wir uns von Ponssy und Nicole verabschieden mussten.
Ein paar Mädchen haben noch Abschiedsgeschenke besorgt, die in der Sporthalle überreicht wurden. Jeder hat noch einmal erzählt, was ihm am besten gefallen hat.
Ponssy hat noch seine Email-Adresse verteilt. Danach sind wir wieder in die Sporthalle gegangen, dort hat die Gen-Rosso-Gruppe noch ein Lied gesungen.
Man konnte in der Sporthalle noch Fan-Artikel kaufen.
Dann haben Bandmitglieder noch Autogramme gegeben.
Nach einiger Zeit wollten sie mit ihrem Bus losfahren, doch sie konnten nicht, denn eine Reihe von Schülern hat sich vor dem Bus aufgebaut. Irgendwann sind sie dann losgefahren und es gab sogar Tränen.

Schauspiel

Schauspiel
Im Schauspielprojekt wurden wir unterrichtet von Eric. Er hat eine der Hauptrollen (Charles Moats) im Musical gespielt und konnte uns viel über das Schauspiel erzählen und wie wir selbstsicherer werden. Von Anfang an hat er Spaß an der Arbeit gehabt und viel Energie in uns gesteckt. Wir haben viele Lockerungs- und Rhythmusübungen gemacht, die uns aufgewärmt und entspannt haben, außerdem wurde die gesamte Gruppe dadurch zusammengeführt. Er wollte, dass wir von Anfang an stark sind.

Beim Trainingsbeginn haben wir die Musik von unserem Auftritt gehört und sollten später erzählen, an was wir dabei gedacht haben, und dann erfuhren wir von der wirklichen Geschichte. Während wir die erste Szene lernten, erzählte Eric uns immer wieder von den Grundregeln eines Schauspielers, denn man darf z.B. nicht die Hände in die Hosentaschen stecken und das Wichtigste war: immer lächeln! ! Keiner von uns hätte sich den Schauspielkurs so anstrengend vorgestellt, denn die erste Szene war nicht nur Schauspiel, sondern wir mussten auch tanzen. Völlig kaputt und müde verabschiedeten wir uns von Eric, nachdem wir die erste Szene öfter durchgeprobt hatten.
Der zweite Tag forderte erneut viel Energie, noch mehr als am Tag davor, denn die Anspannung stieg, da wir schon am nächsten Morgen Generalprobe hatten und wir die zweite Szene noch nicht mal begonnen hatten. Eric fing wieder mit den Lockerungsübungen an und musste sehr geduldig sein, da es nicht für jeden ganz einfach war. Danach probten wir die erste Szene erneut und begannen dann, das Lied für die zweite Szene zu hören und sollten gleich schauspielern, als ob wir in einer Bar wären. Es war ein furchtbares Durcheinander, doch schon nach wenigen Durchläufen wurde es richtig gut und wir hatten sehr viel Spaß. Doch die richtige Szene übten wir erst am nächsten Tag ein. Das beunruhigte viele. Es war erstaunlich, dass die verschiedenen Altersgruppen so gut harmonierten, vermutlich gingen wir deswegen auch mit einem guten Gefühl nach Hause.

Der dritte Tag war sehr spannend, da wir nur zwei Stunden Zeit hatten, um die fehlende Szene zu lernen und schauspielerisch umzusetzen. Als wir alles gut konnten, hat Eric uns auf seinem Laptop ein Video vom selben Musical, bloß mit italienischen Schülern, gezeigt. Im Anschluss mussten wir alle zur Generalprobe in die Holstenhallen fahren. Als wir die Bühne zum ersten Mal sahen, stieg die Aufregung prompt. Zum Glück lief bei der Generalprobe alles gut und wir hatten wie gewohnt viel Spaß. Nun mussten wir nur noch die nötigen Requisiten holen und die Aufführung hinter uns bringen. Beide Aufführungen verliefen reibungslos und wir hatten unglaublich viel Spaß, besonders als manche von uns mit den Gen-Rosso-Leuten tanzen durften, gab es großes Herzklopfen!
Unsere Schauspielgruppe ist unglaublich stark zusammengewachsen und es entstanden viele neue Freundschaften. Eric hat uns unglaublich viel geholfen und wir denken heute noch oft an ihn und seine Worte, die uns sehr bereicherten. Das Gen-Rosso-Team besteht aus vielen einzigartigen und besonderen Menschen und es war mit Sicherheit eines der schönsten Projekte, die es bisher gab und jemals geben wird!
Wir, der gesamte Schauspielworkshop, möchten uns bei allen bedanken, die uns das ermöglicht haben, und wir sind sehr froh, dass wir so etwas erleben durften.

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