Theater- und Musicalaufführungen
Privatsphäre oder Wer hat in die Blumenvase gepinkelt?
Theater 2010 - ein Rückblick
Auch in diesem Jahr haben wir wieder ein Theaterstück auf die Beine gestellt. Die Aufregung vorher war wie immer riesig. Nicht nur die Schüler und Schülerinnen, sondern besonders ich als Kursleiterin war sehr nervös.
Am Montag und am Dienstag vor den Aufführungen konnten wir vormittags proben, was ein echtes Geschenk war. Die Technik kam dazu und immer mehr verlor ich an Angst, denn es klappte zunehmend besser. Die Aufführungen waren ein voller Erfolg; es gab viele Rückmeldungen zum Stück und natürlich auch an die Darsteller. Ein paar wenige Texthänger sind bei einem Stück von 90 Minuten auch gut zu verzeihen. Das Stück hatte ja auch so einige pikante Szenen (der Kommissar a.D. muss seine Blase in eine Blumenvase entleeren), die von den Darstellern eine große Portion Mut abverlangten. Aber eigentlich klappte alles und wir hatten eine Menge Spaß zusammen.
Theater ist so ganz anders als normaler Unterricht. Es kam auf die Schüler viel Arbeit zu: Requisiten besorgen, Text lernen, die Requisiten im richtigen Moment einsetzen, Bewegungsabläufe in einzelnen Szenen üben, laut und deutlich sprechen und immer wieder Text lernen. Arbeiten im Team ist beim Theater sehr wichtig. Kritik einstecken können und selbst kritisieren, Anmerkungen umsetzen – und das immer wieder aufs Neue – das kostet Kraft, aber es schweißt auch zusammen. Ich weiß nicht mehr, wie oft wir bei den Proben Tränen gelacht haben, weil irgendetwas anders lief, als es eigentlich sollte. Es wird viel verlangt, doch der Beifall nach einer Aufführung zeigte wieder, dass sich die ganze Mühe gelohnt hat. Theater schafft eine Vertrauensebene für Schüler und Lehrer.
Für mich persönlich war es die beste Rückmeldung, dass viele der Schüler und Schülerinnen gesagt haben: „Und nächstes Jahr bin ich wieder dabei!“ Und dann bin stolz, freue mich auf das neue Schuljahr und vertraue wieder auf eine gute Zusammenarbeit mit meinen Schülern und Schülerinnen!
Tanja Rieck
Großer Erfolg mit dem Theaterstück „ Achtung Aufnahme“
Frau Jedermann und Oma Jedermann mit Nachbarn
Endlich Weihnachten: Schnee, Weihnachtsmarkt und die guten, alten Weihnachtslieder . Was aber auch nicht fehlen sollte, ist das alljährliche Theaterstück. Dieses Jahr probte die Theater-AG drei Monate lang, um das Stück „ Achtung Aufnahme“ vorzuführen. Die Proben machten uns Schauspielern jede Menge Spaß, aber sie brachten unsere Regisseurin Frau Fleck auch zur Verzweiflung. Denn es musste viel organisiert werden und die Handlung sollte logisch ablaufen.
Unter Schauspielern weiß man ja, wenn die Generalprobe schief läuft, dann gelingt die Premiere. Und so war es dann auch. Kurz vor dem Auftritt wünschte man sich noch Glück und gutes Gelingen und dann ging es auch schon los. Jede Menge Klassen warteten ungeduldig auf den Plätzen und erwarteten eine gute Show. Das Theaterstück war ein super Start, die Schüler waren begeistert. Danach folgten noch Musikeinlagen von verschiedenen Chören und ein Auftritt der Samba- AG. Die zuständigen Lehrer Herr Bober und Frau Grothusen sowie der Technikvertreter Herr Grotheer, die Regisseurin Frau Fleck und natürlich alle Schauspieler und Musiker bekamen viel Applaus. Und das ist ja auch das Ziel von uns allen. Der Applaus ist die Rückmeldung, ob es dem Publikum gefallen hat.
Abends folgte dann noch ein Auftritt, bei dem Eltern und Geschwisterkinder herzlich eingeladen waren. Diese klatschten eifrig mit und hatten viel zu lachen. Am Ausgang wurden noch Spenden für die folgenden Jahre der Hans-Brüggemann-Schule gesammelt, um Requisiten für das Theater zu finanzieren. Am darauffolgenden Tag wurde das Ganze morgens für die Schüler- sowie abends für Erwachsenen und Kinder aufgeführt. Man muss schon sagen- es war dieses Jahr wieder ein gelungenes Stück und die Arbeit wurde belohnt. Und auch wenn wir jetzt ein wenig traurig sind, dass alles vorbei ist, wissen wir jetzt schon, dass es nächstes Jahr genauso toll wird und freuen uns auf die restliche Weihnachtszeit und das neue Jahr. Frohe Weihnachten!!
Jana Wyrellus, 10c
Theateraufführung "Nimm's ernst!"
Frau Rieck bietet den Theater-WPK schon seit fünf Jahren an und es waren bisher alle Schüler von dem Theaterkurs genauso begeistert wie ich. Frau Rieck macht ihren Kurs auch wirklich super, er bringt Spaß, man lernt etwas und bekommt auch Selbstbewusstsein. Dieser Theaterkurs geht länger als normale WPKs, denn er geht jedes Mal über ein ganzes Schuljahr. So war es auch in diesem Schuljahr: für "Nimm`s ernst!" wurden viele Überstunden geschoben und dadurch, dass wir viel Text lernen mussten, nahm die Arbeit viel Freizeit in Anspruch, aber es hat sich gelohnt und uns allen viel Spaß gemacht. Die Mitglieder der Theatergruppe waren:
Familie: Michelle Rau als Christin Müller, Line Stoffregen als Renate Müller, Laura Rosenquest als Charlotte(Charlie) Müller, Rebecca Foss als Bruno Müller, Tanja Rieck als Oma Herta
Schule: Jessica Koch als Doro, Kerstin Feck als Cynthia, Jessica Hopp als Josi, Nenette Lombo als Emelie Rocher, Laurien Ludwig als Natalie Kamp, Birte Dose als Frau von der Weide, Philipp Bock als Max
Die Theatertruppe
Wie alles anfing...
Wir haben begonnen, Rollenspiele zu spielen, um in das Schauspielern einzusteigen und schon dabei hatten wir viel Spaß. Anschließend haben wir immer umfangreichere und anspruchsvollere Szenen gespielt. Danach hat es angefangen mit Themen für das neue Stück, wir sammelten und entschieden. Als wir das Thema "Amoklauf" gefunden hatten, war uns bewusst, dass es sehr anspruchsvoll sein würde, daraus ein Theaterstück zu machen. Aber bevor wir anfingen, mit dem Thema zu arbeiten, informierten wir uns und diskutierten über das Thema. Als wir genügend Informationen gesammelt hatten, fingen wir damit an, über solche Vorfälle zu lesen, zum Beispiel über den Amoklauf 2008 in der Nähe Stuttgarts oder die anderen Amokläufe, die an Schulen passierten. Wie wollten wissen, in welcher Situation man solch einen Amoklauf starten kann oder aus welchem Grund man so etwas machen würde. Wir haben uns viele Gedanken drüber gemacht. Es fiel uns schwer, uns in die Situationen einzuleben und solche Rollen zu spielen. Wir begannen dann, die Personen, ihre Namen und Rollen festzulegen. Oft spielten wir spontan erfundene Szenen, jeder versuchte, etwas Eigenes beizutragen. Was uns gefiel, blieb und wurde in das Stück übernommen. Frau Rieck schrieb das Stück dann nach und nach auf. Wir gaben ihr immer wieder Tipps und Vorschläge für die Szenen und für den Text, wenn wir neue, bessere Ideen hatten. Sie hat es dann in das Stück umgeschrieben. Das ging dann wochenlang so weiter, nach und nach entstand das Stück. Jedesmal, wenn Frau Rieck eine Szene vollendet hatte, brachte sie das Stück wieder mit und wir haben es alle zusammen durchgelesen, besprochen, ob es in Ordnung ist, und haben dann versucht, uns in die Rollen zu versetzen und die neue Fassung zu proben.
Worum es in "Nimm`s ernst!" geht...
Dieses Stück handelt von Christin, einem Mädchen, das verzweifelt ist, durchdreht und sich an seiner Lehrerin rächen will. Die Lehrerin, Frau Rocher, bekommt Angst und beginnt zu handeln. Sie lernt Christins Eltern kennen und beginnt einiges zu verstehen...
Der Vater - ein arbeitsloser Alkoholiker - schlägt seine Frau und seine Kinder. Seine Frau Renate bringt immer wieder Verständnis für ihn auf und entschuldigt sein Verhalten.
Gewalt, Missverständnisse und Einsamkeit bringen Christin dazu, durchzudrehen und zum Äußersten zu greifen: zu einer Amokdrohung im Internet.
Diese Drohung ruft vor allem Angst, aber auch Unverständnis bei Lehrern und Mitschülern hervor. Einige nehmen sie auch gar nicht ernst.
Letztlich stellt sich heraus, dass man einiges ernst nehmen und auch Mut aufbringen musste, um Christin zu verstehen und zu helfen.
Die Aufführung....
Bevor wir dieses Stück "Nimm´s ernst " aufführten, waren wir alle total aufgeregt und sogar bei der Generalprobe ist alles schief gelaufen, was schief laufen konnte. Aber am ersten Abend der Aufführung waren wir alle so aufgeregt, dass wir nicht mehr still stehen konnten und nicht mehr wirklich unseren Text konnten. Wir zitterten bis in die Fußspitzen und hatten schon die Schweißperlen auf der Stirn. Die meisten von uns waren seit langem nicht mehr so aufgeregt wie in diesem Moment, aber wir machten uns gegenseitig immer wieder Mut.
Bei der Aufführung am ersten Tag war es noch etwas kompliziert, denn wir wussten noch nicht so genau, wie wir den Umbau schneller machen könnten, aber das änderten wir am nächsten Tag, so dass das Umbauen schneller ging.
An den Aufführungstagen war es auch ein besonders schöner Moment, wenn nach einer Szene geklatscht wurde oder als wir zum Schluss Applaus bekommen haben. Es war ein superschönes Gefühl. Nach der ersten Aufführung gab es noch eine schöne Premierefeier bei Frau Rieck im Garten. Wir waren ganz herzlich eingeladen zum Grillen und Quatschen über den Auftritt.
Rückblick...
Es lohnt sich auf jeden Fall in dem WPK Theater von Frau Rieck mitzumachen. Ich würde es euch empfehlen.
Man bleibt bei den Lehrern und Eltern, eigentlich auch bei den Schülern in Erinnerung, weil man einen so schönen Auftritt geleistet hat.
Von Nenette Lombo
Carinella
Wächter
Das Musical Carinella wurde im März 2007 von Chor, Band, der Schauspieltruppe von Frau Fleck und vielen weiteren Helfern in den Bereichen Technik, Bühnenbild und Maske auf die Bühne der Hans-Brüggemann-Schule gebracht.
Hier die Informationen des Verlages zu dem Stück:
Märchenhafte Musical-Komödie von einer, die auszieht, sich ihre Wünsche zu erfüllen.
(von Joachim Paech und Hans-Peter Müller (Musik), Deutscher Theater-Verlag, Weinheim)
Carinella ist nicht so, wie man sich eine Prinzessin vorstellt. Sie würde lieber Bücher lesen, reiten und schießen lernen, anstatt feine Kleider anzuprobieren und vornehmes Benehmen zu erlernen. Einen Prinzen braucht sie auch noch nicht. Ihre drei Schwestern lieben all das, was Carinella verabscheut und ein Prinz, der um sie wirbt, wäre den dreien am allerliebsten. Aber Carinella ist die Älteste und muss zuerst heiraten. Als drei Prinzen im Anrücken sind, ergreift sie die Flucht. Zum Glück kann sie mit Hilfe eines Zauberbuches einen rettenden Geist rufen, der sie in den Hexenwald bringt. Dort lebt sie eine Zeit mit den Hexen, auf der Suche nach ihrer eigentlichen Bestimmung. Mit Hilfe der Hexen erlöst Carinella schließlich ihren Traumprinzen von einem Fluch. Am Ende feiert man zusammen statt einer sogar vier Hochzeiten.