Programm Schüleraustausch 2011 - Besuch der Franzosen in Bordesholm
Französisch-deutscher Schüleraustausch
Savigny sur Orge
Die Hans- Brüggemann-Schule pflegt seit 1986 die Partnerschaft mit dem Collège Paul Bert in Savigny sur Orge, damals von Frau Lange-Fuchs und Madame Surkopf ins Leben gerufen.
1988 wurden beide Schulen offiziell als Partnerschulen vom Deutsch-Französischen Jugendwerk anerkannt, das alljährlich den Schüleraustausch finanziell unterstützt.
Auch der Bordesholmer Schulverband fördert den Austausch großzügig mit finanzieller Hilfe.
Savigny ist eine Kleinstadt mit ca. 35 000 Einwohnern 22 km südlich von Paris gelegen. In nur 20 Minuten erreicht man mit dem Vorortzug (RER) das Pariser Zentrum.
Eine Woche lang leben die Jugendlichen in einer Gastfamilie, erfahren andere Lebensgewohnheiten, wenden ihre Fremdsprachenkenntnisse an und erweitern sie.
Sie erhalten Einblicke in das Schulsystem der Gastgeber, wenn sie an 1-2 Tagen am Unterricht teilnehmen. Ein umfangreiches Besichtigungsprogramm weckt Neugier und Interesse für die Kultur des Nachbarlandes.
Collège Paul Bert
In all den Jahren sind viele dauerhafte Freundschaften unter den Jugendlichen entstanden, was Ansporn und Motivation ist, den Austausch am Leben zu erhalten, denn auch in einem vereinigten Europa bleibt es wichtig, Unterschiede wahrzunehmen, sie anzuerkennen, um Toleranz und gegenseitiges Verständnis zu üben und zu vertiefen.
Nach wie vor ist das Interesse der Schülerinnen und Schüler am Austausch groß.
Im Juni 2008 konnte ein großes Jubiläum gefeiert werden: Zum 20. Mal besuchten französische Schülerinnen und Schüler die Hans-Brüggemann-Schule. Seit Beginn der Partnerschaft haben nunmehr rund 800 Mädchen und Jungen an dem Austauschprogramm teilgenommen, das bisher immer unter gleicher Leitung stattgefunden hat.
Schülergruppe vor Sacré-Cœur
Im September 2009 reiste erneut eine Gruppe von 21 Schülerinnen und Schüler aus Bordesholm nach Savigny. Die Franzosen machten im Dezember den Gegenbesuch an der Hans-Brüggemann-Schule, wo sie das Leben in einer kleinen Gemeinde wie Bordesholm während der Vorweihnachtszeit kennen gelernt haben.
Eine internationale Schülerbegegnung bedeutet eine große Bereicherung im Schulalltag, fördert sie doch neben der Völkerverständigung einen lebendigen, qualifizierten Fremdsprachenunterricht.
Elke Walther
Deutsch-französischer Schüleraustausch 2011 – 30.03.- 06.04.2011 in Savigny sur Orge
Am 6. März 2011 war es wieder soweit: 21 Schülerinnen und Schüler (16 aus R9a, b, c und 5 aus R8a, c) der Hans-Brüggemann-Schule machten sich auf den Weg nach Frankreich, um ihre Austauschpartner näher kennen zu lernen. Ein Flugzeug der Air France brachte die Gruppe sicher nach Paris – Charles-de-Gaulle, von wo es dann mit dem Vorortzug („RER“) nach Savigny weiter ging. Aus dem Zug erhaschte man kurz einen Blick auf die Kirche Sacré Coeur: Paris wir kommen! Aber erst einmal stand allen die Aufregung ins Gesicht geschrieben: „Wie würde er /sie sein? Hoffentlich nett!? Was sage ich, wenn…? Werde ich meine Gasteltern verstehen?“
Und schon standen sie sich am Bahnhof in Savigny gegenüber! Nun hieß es bis zum nächsten Tag Abschied nehmen von den Freunden und Lehrerinnen und alle Französisch-Kenntnisse mobilisieren.
Am Donnerstag früh traf sich die Gruppe mit ihren Austauschpartnern und Lehrerinnen wieder am Bahnhof, um mit dem Zug nach Versailles zu fahren. Vom Schloss Ludwigs XIV. hatte jeder schon im Geschichtsunterricht gehört. Der Touristenstrom nahm die Gruppe auf und die Gemächer des Königs und der Königin sowie der Spiegelsaal wurden besichtigt.
Freitag stand „Schule“ auf dem Stundenplan mit Teilnahme am Unterricht in kleinen Gruppen und Mittagessen in der Schulkantine, um einmal einen klassischen französischen Schultag von 8 Uhr 30 bis 17 Uhr zu erleben.
Das Wochenende war den Familien mit eigenem Programm vorbehalten. Jeder fuhr mindestens an einem Tag nach Paris, um Notre-Dame, die Champs-Elysées, den Arc de Triomphe und selbstverständlich den Eiffelturm zu besichtigen oder eine Bootsfahrt auf der Seine zu unternehmen.
Am Montag fuhren die Deutschen allein nach Paris. Ein Besuch bei „Mona Lisa“ im Louvre war geplant. Dass das berühmteste Gemälde der Welt doch nur so klein ist, hatte keiner erwartet. Aber es gab unendlich viele andere, nicht weniger berühmte Bilder zu sehen. Nach 2,5 Stunden Kunstgenuss hatte sich jeder sein Picknick vor der Glaspyramide und einen Einkaufsbummel verdient, bevor es wieder zurück nach Savigny ging.
Der folgende Tag führte wieder nach Paris, ins Künstlerviertel Montmartre. Auf den Stufen vor Sacré Coeur lag Paris zu Füßen. Bei Sonnenschein erkundeten die Schülerinnen und Schüler das Quartier mit seiner Place du Tertre, wo die Zeichner mit dem Anfertigen von Porträts den Touristen das Geld aus der Tasche ziehen.
Am letzten Tag gingen alle noch einmal in die Schule. Am Nachmittag gab es die große Verabschiedung am Bahnhof. Man war traurig, die netten Gasteltern vielleicht nicht mehr wieder zu sehen. Viele wurden eingeladen, wiederzukommen. Das war ein Trost, aber auch, dass alle wussten, in 6 Wochen würde man sich in Bordesholm wieder sehen!
Abends nahmen die Eltern ihre Kinder in Hamburg in Empfang und eine erlebnisreiche Woche mit neuen Erfahrungen in einem anderen Land, einer anderen Familie, mit vielen neuen französischen Wörtern und Redewendungen im Kopf ging zu Ende.
Es war eine tolle Woche mit Euch, liebe Schülerinnen und Schüler!
E. Walther