Am 27.09.2011 sind die Klassen 8a und 8d mit ihren jeweiligen Klassenlehrerinnen Frau Haß und Frau Nühse nach Neumünster gefahren, um einen Tag bei Sauer-Danfoss zu verbringen.
Nachdem wir mit Zug und Bus angekommen waren, wurden wir auch gleich von Andrea Wittmann nett empfangen. Alle Schülerinnen und Schüler bekamen einen Flyer, wo Anweisungen drauf standen, wie man sich zu verhalten hat, und ein Namensschild, das sie als „Besucher“ auswies.
Als Erstes gingen wir in einen geräumigen Saal, in dem wir begrüßt wurden. Anhand einer Power-Point-Präsentation erklärte uns Frau Wittmann, was Sauer-Danfoss überhaupt ist. Und damit ihr auch Bescheid wisst, erklären wir es euch mit den wichtigsten Fakten:
- Die Firma Sauer-Danfoss entwickelt, produziert und vertreibt hydraulische und elektronische Systeme und Komponenten, überwiegend für den Einsatz in mobilen Arbeitsmaschinen, z.B. in Mähdreschern, Baggern, Baumerntern, Straßenwalzen etc.
- In Europa, Nord- und Südamerika sowie im asiatischen und pazifischen Raum arbeiten insgesamt ca. 6000 Mitarbeiter bei Sauer-Danfoss.
- Auf vier Kontinenten gibt es 17 Produktionswerke.
- 76% der Aktien sind im Familienbesitz.
- Sauer-Danfoss hat Business-Center in Ames, Iowa (USA), Neumünster (Deutschland) und Nordborg (Dänemark).
- Im Jahr 2010 machte die Firma einen Umsatz von 1,6 Milliarden $.
- Die Amtssprache ist English. Dies sieht man auch an der Homepage, die komplett auf Englisch im Internet steht.
Speziell in Neumünster arbeiten 700 Mitarbeiter und Auszubildende.
Nach der Firmenpräsentation durften wir erst einmal ausgiebig am Frühstücksbuffet frühstücken und wurden anschließend in 3 Gruppen eingeteilt, die von 3 Auszubildenden geleitet wurden. Als Allererstes bekam jeder einen Kopfhörer und einen kleinen quadratischen Kasten zur Lautstärkeregelung. Unsere Führer sprachen in den Werkräumen, wo es manchmal nicht ganz leise war, in ein Mikrofon, sodass wir verstehen konnten, was sie sagten. Der erste Rundgang ging durch die Produktion einer „Welle“, wo man jeden einzelnen Produktionsvorgang beobachten konnte. Herr Sachau hat uns dazu alles genauestens erklärt und uns auch alle Fragen beantwortet.
Danach gingen wir in die Montage, wo uns Herr Maag schon erwartete. Er zeigte uns die Roboter, die die einzelnen Vorgänge der Montage übernahmen und die ganzen Computer, in denen man die Mengenangaben genauestens angeben konnte. Alle Daten zu den Werkstücken werden ca. 3 Jahre lang gespeichert, falls der Kunde seine spezielle Ware noch einmal benötigt.
Als letztes sind wir dann in die Ausbildungswerkstatt gegangen. Dort werden Berufe wie Zerspanungsmechaniker und Industriemechaniker ausgebildet. Die Ausbildungszeit beträgt 3 1/2 Jahre. Im ersten Lehrjahr, das man überwiegend in der Ausbildungswerkstatt verbringt, verdient man bereits 840 €. Es sei aber gar nicht so einfach, gute Auszubildende zu finden, erklärte uns der Leiter der Ausbildungswerkstatt.
Zurück im Vortragssaal konnten wir noch Fragen stellen, die uns auch beantwortet wurden. Wir erfuhren z.B., dass es im Betrieb aus Sicherheitsgründen Pflicht ist, einen Gehörschutz, Stahlkappenschuhe, Schutzhandschuhe und Schutzbrillen zu tragen. Die Arbeitszeit bei Sauer-Danfoss beträgt 35 Stunden in der Woche. Die Mitarbeiter arbeiten in 3 Schichten, die Maschinen laufen 24 Stunden am Tag. Auch samstags und sonntags hat der Betrieb geöffnet, die Mitarbeiter arbeiten dann zweimal 12-Stunden-Schichten. Dafür haben sie aber in der darauffolgenden Woche von Montag bis Freitag frei.
Einigen Schülern und Schülerinnen war aufgefallen, dass nur wenige Frauen in den Werkräumen arbeiteten. Frau Wittmann sagte dazu, dass die meisten Mitarbeiterinnen in den Büros sitzen und dass Sauer-Danfoss in erster Linie ein "Männerbetrieb" sei. Es arbeiten nur ca. 7% Frauen in Neumünster.
Nachdem nun alle ihre Fragen geklärt hatten, bat Frau Wittmann um ein Feedback. Die Äußerungen der Schüler wurden an einem Flipchart gesammelt, um die Betriebsbesichtigungen für neue Schülergruppen noch zu verbessern. Man konnte anhand dieses Feedbacks sehen, dass den Schülerinnen und Schülern der Hans-Brüggemann-Schule der Besuch bei Sauer-Danfoss gut gefallen hatte.