Besuch in Neuengamme

Dienstag, 6.Okt. ´09

Morgens um viertel vor acht fuhren wir, die Klasse 10 c, nach Neuengamme - als Projekt zum Thema Judenverfolgung in Geschichte.
Eine Stunde dauerte die Fahrt, denn Neuengamme ist ein Vorort von Hamburg mit einer dunklen Vergangenheit.

Im 2. Weltkrieg wurde in Neuengamme ein KZ (Konzentrationslager) gebaut, welches in erster Linie als Arbeitslager galt.

Dort endlich angekommen wurde uns ein Gebäude gezeigt, das als Gedenkstätte dient - in dem die Namen vieler Verstorbenen, ein paar Totenbücher und ein Modell, welches den ganzen Komplex zeigt, untergebracht sind.
Einige Schüler blickten der Führung mit gemischten Gefühlen entgegen, da es doch schon sehr ergreifend war.
Bei dem Rundgang über das Gelände wurden uns weitere Gebäude und Denkmäler gezeigt und erklärt und uns wurde schnell klar, dass ein unvorstellbares Leid und Elend damals dort herrschen musste.
In einem Museum werden viele Dinge aus dieser Zeit ausgestellt die noch gut erhalten gefunden oder sogar von Überlebenden gespendet werden.
Unteranderem: Arbeitskleidung, Schuhe, Schmuck, Betten.
Aber auch in die Biographien von ehmaligen Häftlingen konnte, wer wollte, reinschauen.

Wenn man aus dem Fenster sah, überblickte man den Platz, auf dem früher die Holzbaracken der Häftlinge standen - die Reihen nachgebildet mit Ziegelsteinbruchstücken aus damaliger Herstellung.
Als bei einigen die Stimmung am Nullpunkt angelangt war, war die Führung auch vorbei.
Was wir mitgenommen haben davon, waren viele Eindrücke die man von Fotos nicht bekommt und als wir endlich wieder zu Hause waren, waren auch alle froh diesen unheilvollen Ort wieder verlassen zu haben.

 

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