Das Babyprojekt „Eltern auf Probe“ bietet einen guten Einblick in das Leben junger Eltern: Wie ist es mit einem Baby? Was braucht es alles? Und wie viel Verantwortung hat man?
Da es immer mehr Mädchen gibt, die sich ein Kind in jungen Jahren wünschen, und da junge Mütter häufig total überfordert sind, bietet Pro Familia dieses Projekt an.
Pro Familia arbeitet nach dem Prinzip „Lernen durch eigenes Erleben“. Mit so genannten Säuglingssimulatoren schlüpft man für ein Wochenende in die Rolle der Mutter oder des Vaters. Man erlebt den realistischen Alltag mit dem Säugling. Man spürt, was es bedeutet, Tag und Nacht für das Kind da zu sein.
Das Computerbaby hat den Tag- und Nachtrhythmus eines drei Monate alten Kindes. Es muss gefüttert, gewickelt und geschaukelt werden. Durch ein Glucksen zeigt es, dass es zufrieden ist. Es reagiert auf viele Sachen wie zum Beispiel Vernachlässigung, starkes Schütteln und grobe Behandlungen.
Das Elternpraktikum ist eine schöne und erfahrungsreiche Sache für Jugendliche. Damit man das Kind nicht zur Versorgung an andere Personen weitergeben oder irgendwo ohne das Kind hingehen kann, trägt man ein Armband um das Handgelenk. Dies ist auf das Kind abgestimmt und nur so kann man sich um das Kind kümmern. Dieses Armband ist wie ein Festivalarmband. Um es abzubekommen, muss man es durchschneiden.
Für den Erfolg des Projektes müssen folgende Rahmbedingungen erfüllt werden:
- Das Projekt umfasst ein Wochenende.
- Es findet ohne Lehrkräfte statt.
- Es finden Vor- und Nachgespräche mit den Teilnehmern statt.
- Die Teilnahme ist freiwillig.
- Eine schriftliche Einverständniserklärung der Eltern ist nötig.
- Achtung! Man muss sich selbst um Kleidung, Kinderwagen und Bett kümmern.
- Bei Beschädigung des Babys muss man ca. 1000 € bezahlen.
Am Mittwoch, den 9.02.2011, fand für die Schülerinnen und Schüler der H 9a und H 9b ein Informationstag in der Aula statt. Dominik Hohnsbehn von Pro Familia hat uns das Projekt genau erklärt und uns auch ein „Computerbaby“ vorgestellt. Jeder hatte das Baby auf dem Arm, um ein Gefühl dafür zu kriegen, sogar Frau Möller hatte Spaß! Wir haben gesehen, dass das das Baby fast wie ein echtes menschliches Wesen reagiert. Außerdem haben wir gehört, wie das Baby schreit und wie es zufrieden klingt.
Das Projekt wird vom 18.03 bis zum 20.03.2011. in den Klassen H9a und H9b durchgeführt.
Anmeldeschluss ist der 16.03.2011.
Es sind leider nur 10 Babys für beide Klassen verfügbar.
Dieses Projekt soll verhindern, dass Jugendliche ohne nachzudenken Lebensentscheidungen treffen, die nachher zu Überforderung und vielleicht sogar zu Gewalt führen.
Die Schülerinnen und Schüler der Hans-Brüggemann Schule freuen sich auf dieses Projekt und danken im Voraus für die neuen Erfahrungen.