Das Projekt NZL – „Niemanden zurücklassen – Lesen macht stark“
Kinder und Jugendliche lesen im Allgemeinen wenig.
Eine Umfrage der Schülerzeitung an der Hans-Brüggemann-Schule hat gezeigt, dass das Lese-Interesse in der 5. Klasse noch relativ groß ist, später dann aber bei vielen Schülern immer mehr abnimmt.
Vielen Schülerinnen und Schülern mangelt es dadurch an Übung im Lesen. Die Folgen zeigen sich nicht nur im Deutschunterricht, sondern in fast allen Fächern. Denn Lesen ist eine der wichtigsten Grundlagen des Lernens und der Bildung, eine Voraussetzung für Chancengleichheit und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
In den Sachfächern müssen die Schülerinnen und Schüler Texte erschließen und Informationen entnehmen können, in Mathematik machen Textaufgaben vielen Schülern Probleme – und auch dabei geht es um das Textverständnis.
• Wer wenig liest, hat wenig Übung und dadurch Probleme, Texte zu verstehen.
• Wer Texte nicht versteht, hat auch keine Freude am Lesen.
• Wer nicht liest, hat weniger Chancen in der Schule und im Beruf.
Das Projekt „Niemanden zurücklassen – Lesen macht stark“ (abgekürzt NZL) läuft in einigen Schulen bereits ab dem Schuljahr 2006/2007 sehr erfolgreich. In diesem Schuljahr steigt auch die Hans-Brüggemann-Gemeinschaftsschule in das Projekt ein.
Ziel des Projektes ist es, besonders die schwachen Leser zu fördern, ihnen Lesestrategien zu vermitteln, die ihnen helfen, Texte zu verstehen und sie dadurch zum Lesen zu motivieren.
Für das NZL-Projekt stehen unserer Schule für das Schuljahr 2009/2010 acht zusätzliche Lehrerwochenstunden zur Verfügung, sodass in den 5. und 6. Klassen jeweils eine Deutsch-Wochenstunde mit 2 Lehrkräften besetzt werden kann, um die Schüler im Klassenverband möglichst intensiv zu fördern.
In den 7.-10. Klassen gibt es für leseschwache Schüler spezielle Kurse („Leseclubs“) im Nachmittagsbereich.
Alle Schülerinnen und Schüler, die am NZL-Projekt teilnehmen, erhalten eine kostenlose Lesemappe. Im Unterricht bzw. in den Förderkursen wird vielfältiges Arbeitsmaterial zur Verfügung gestellt, an dem die Schülerinnen und Schüler nach eigenem Interesse arbeiten können. Daneben können sie an selbst gewählten Texten oder Büchern arbeiten.
Schulische Leseförderung ist wichtig und kann schon viel erreichen. Genauso wichtig ist allerdings die häusliche Leseförderung. Wir wünschen uns daher gerade in diesem Bereich eine intensive Zusammenarbeit mit den Eltern und die Unterstützung in dem Bemühen, alle Schülerinnen und Schüler zum Lesen zu motivieren.