Lesung von Kari Erlhoff
Kari Erlhoff
Am Mittwoch, dem 03.11.2010, war Kari Erlhoff, die Autorin der „Drei ???“ bei uns in der Bordesholmer Bücherei zu Besuch. Sie ist eine von vier Autoren der „Drei ???“ in Deutschland. Zum Zuhören kamen die Schüler und Schülerinnen der 5. Klassen.
In der Bücherei gab es zwei Lesungen, da nicht alle Klassen gleichzeitig in einer Lesung Platz gefunden hätten. Wir (Kim und Marie) sind zur ersten Lesung um 8.45 Uhr erschienen und haben uns unter die Schüler und Schülerinnen der 5b und 5c gemischt.
Frau Erlhoff hat sich vorgestellt und eine kurze Einleitung zu den Detektiven in Rocky Beach gegeben. Justus, Peter und Bob haben immer neue Fälle zu lösen. Als die Frage kam, wer alles die „Drei ???“ kennt, meldete sich die Mehrheit.
Kari Erlhoff las aus dem Buch „Biss der Bestie“ vor.
Es geht darum, dass Justus, der bei seinem Onkel Titus auf dem Schrottplatz wohnt, auf dem Nachhauseweg im Auto mit seinem Onkel fast mit einem Krankenwagen zusammenstößt. Der fährt in Richtung des alten Museums. Onkel Titus und Justus folgen ihm und sind erschrocken, als sie den Wissenschaftler Dr. Wadley auf einer Trage liegen sehen, die gerade in den Krankenwagen getragen wird. Daneben steht ein dunkelhaariger Mann, mit zwei Kindern, der sich als Quentin Wadley vorstellt.
Justus und Titus hören den Wissenschaftler merkwürdige Dinge sagen. Es hört sich an, als wolle er sagen, dass sein Sohn die Kinder vor der Bestie schützen soll. Der aber meint, es gäbe keine Bestie und sein Vater würde Schwachsinn reden, aufgrund seines Fiebers.
Justus und Titus folgen Quentin Wadley ins Haus, dieser scheint überfordert zu sein. Er muss in den nächsten Tagen aus geschäftlichen Gründen verreisen und seine Frau ist auch nicht zu Hause. Nun sucht er verzweifelt einen Babysitter, da sein Vater für einige Tage ausfällt. Da das Haus, in dem die Familie Wadley lebt, an das Museum grenzt, ist es alt und manche Lampen funktionieren nicht mehr. Auch steht mitten in einem Raum das Skelett eines Säbelzahntigers. Als Justus sich den genauer betrachtete, riecht es nach wildem Tier. Auch die Kinder, Jamie und Sammy, spekulieren über dieses Skelett, es würde einen Geist darin geben.
Justus findet das alles sehr verdächtig und bietet sich und die anderen Fragezeichen als Babysitter an.
Als die drei im Haus der Wadleys und die Kinder schon im Bett sind, montieren sie eine Kamera mit Blick in Richtung Skelett, damit sie beobachten können, ob etwas an den Spekulationen der Kinder und des Wissenschaftlers dran ist. Mitten in der Nacht schlägt Bahamas, der Hund der Familie, an. Die drei ??? denken sich nichts dabei, da sie den Hund in der Küche eingeschlossen haben. Doch als sie ein Geräusch hören, werden sie stutzig. Es klingt wie Krallen auf Stein.
Sie gucken auf den Monitor, der die dunklen Umrisse des Skelettes zeigt. Es bewegt sich nicht, aber im Hintergrund sieht man einen Schatten…
Weiter wollte Kari Erlhoff nicht vorlesen, da sie sonst alles verraten würde.
Dafür gab es ein Quiz über Rocky Beach. Fragen wie „Wer hat das weiße Fragezeichen?“ oder „Wer ist für die Recherchen zuständig?“ konnten leicht beantwortet werden.
Als dann die Schüler Fragen stellen durften, wollten sie zum Beispiel wissen, wie viele Bücher die Autorin schon geschrieben hat.
Zum Schluss gab es dann einen „Fall zum Mitraten“, wo es um eine geklaute Schildkröte ging. Die Mehrheit erwies sich als Meisterdetektive.
Als krönenden Abschluss gab es noch eine Autogrammstunde mit der Autorin.
von Marie
Interview mit Kari Erlhoff
Anschließend hatten wir noch Gelegenheit, uns einige Zeit mit Frau Erlhoff zu unterhalten und ihr ein paar Fragen zu stellen.
Können Sie uns etwas über Ihr Leben erzählen?
Mein Leben ist ganz normal. Ich ging normal zur Schule, hab studiert und fing dann an, für einen Verlag zu schreiben.
Wie war Ihre Kindheit? Hatten Sie ein gutes Verhältnis zu Ihren Eltern?
Ich habe sehr nette Eltern. Mein Vater hat mir immer sehr viel vorgelesen, wie zum Beispiel auch die drei Fragezeichen und anfangs auch TKKG. Am liebsten las ich Fantasy- und Abenteuerbücher.
Was wollten Sie als Kind werden?
Früher wollte ich immer einen eigenen Ponyhof haben. Bevor ich dann später Journalistin werden wollte, hätte ich gern Architektur studiert.
Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre Schulzeit?
Meine Schulzeit war eher langweilig, da ich in eine sehr vornehme Schule ging. Die Leute dort waren oft hochnäsig und kamen sich sehr fein vor.
Haben Sie eine eigene Familie oder bleibt dafür keine Zeit?
Ich habe einen Mann und einen Hund und ich muss sagen, die beiden sind sehr Arbeitsintensiv :-)
Wann und wie haben Sie sich entschieden, Schriftstellerin zu werden?
Entschieden hab ich das ja nicht, aber richtig beruflich bin ich seit 2007 Schriftstellerin.
Wie kommen Sie auf die Ideen für Ihre Bücher?
Die meisten Ideen bekomme ich beim Busfahren, unter der Dusche oder beim Essen. Manchmal fällt mir auch nachts etwas ein, wenn ich mal nicht schlafen kann.
Was machen Sie, wenn Ihnen mal keine Idee einfällt oder Sie mal nicht weiterwissen?
Ich weiß noch, dass ich bei einem Buch mal gar nicht weiterkam. Ich hab gedacht, meine Ideen wären nicht gut genug, dabei habe ich nur versucht, zu viele Ideen in ein Buch einzuarbeiten. Ich bekam erst Stress, dann Panik und zum Schluss hat es doch noch geklappt. Im größten Notfall kann der Verlag auch sehr viel helfen.
Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?
In meiner Freizeit gehe ich sehr gerne auf Rockkonzerte und ab und zu reite ich auch. Ich mache gerne Musik und nehme mit meinen Freunden Hörspiele auf. Außerdem bin ich oft mit meinem Hund draußen.
Sind Sie vor Lesungen aufgeregt?
Jetzt bin ich nicht mehr so aufgeregt, aber vor meiner ersten Lesung war ich sehr nervös.
Wie hat Ihnen die heutige Lesung gefallen, gab es etwas besonders Positives?
Diese Lesung fand ich richtig toll. Nicht nur die Lesung, sondern auch die Bücherei. Ich war vorher nie in Bordesholm, sondern bin nur ab und zu durchgefahren. Ich fand die Klassen super nett und die Kinder haben auch sehr aufmerksam zugehört.
Was würden Sie Hobbyschreibern für Tipps geben?
Wichtig ist, dass man immer ein kleines Büchlein und einen Stift mitnimmt, um Ideen sofort aufzuschreiben. Wenn man mal nicht weiterkommt, sollte man nie aufgeben, sondern immer verbessern oder verbessern lassen, von den Lesern. Am besten sollte man, bevor man richtig mit dem Schreiben beginnt, vorher zum Anfang, zur Mitte und zum Ende einige Sätze schreiben, damit man weißt, wo man hin will.
Von Marie
Lesung von Simone Klages
Am Montag den 13.09.2010 war die Kinderbuchautorin Simone Klages bei uns zu Besuch in der Bordesholmer Bücherei. Zum Zuhören kamen die Schüler und Schülerinnen der 6. Klassen.
Es gab insgesamt zwei Lesungen, da vier 6. Klassen zur Autorenlesung eingeladen waren. Wir (Karina und Marie) waren bei der ersten Lesung um 8:45 Uhr dabei und haben mit den Schülern der 6b und der 6d gespannt zugehört.
Frau Klages hat sich als Erstes vorgestellt und hat mit der Frage, wer alles schon einmal ein Buch gelesen hat, die Kinder sofort in ihren Bann gezogen. Es war erstaunlich zu sehen, wie viele Schüler Bücher lesen.
Auch die Frage, wer schon alles an der Ostsee war, kam gut an. Nur als es dann hieß, wer Cismar kennt, wusste keiner so wirklich, wo das ist.
Simone Klages erklärte, dass Cismar ein Ort an der Ostsee und der Spielort des Buches: „Die Detektive von Cismar – und die geheimen E-Mails“ war, aus dem sie vorlesen wollte. In dem Buch ging es darum, dass die Sommerferien kurz bevor standen und Franzi nicht wusste, was sie machen wollte. Schließlich fuhr sie dann doch zu ihren Detektivfreunden Hein und Hinnerk nach Cismar, weil Hein am Telefon erwähnt hatte, dass sie zelten wollten. Als Franzi dann aber bei der Ankunft erfuhr, dass sie nur im Garten zelten, war sie etwas enttäuscht. Sie wollte lieber auf einen Campingplatz oder irgendwo wild zelten.
Franzis Bruder Benni war auch mit in Cismar und wollte natürlich auch im Zelt schlafen, entschied sich aber um, als Franzi ihm versprach, dass er ihr Piratenzimmer haben konnte. Benni und die drei kleinen Schwestern von Hein bilden: „Benni und die Naja’s“, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Franzi, Hein und Hinnerk zu ärgern.
Die erste Nacht im Zelt müssen die drei Freunde auch noch mit Hund Aldi teilen, der sich den meisten Platz raubt. Die beste Voraussetzung für langweilige und stressige Ferien. Doch alles kommt anders, als die Detektive wieder mysteriöse E-Mails vom großen Herrmann bekommen und ein blasses Mädchen nachts noch Sachen in die Mülltonne schmeißt. Auch wohnt in der Ferienwohnung ein Feriengast, der angeblich Krimis schreibt.
Mehr wollte die Autorin nicht verraten, was die Schüler zwar etwas enttäuschte, aber auch die Lust geweckt hat, das Buch weiterzulesen.
Simone Klages teilte noch Zettel aus mit „Bennis B-Sprache“. Dort
wurde erklärt, dass man hinter jedem Vokal ein „B“ setzt und damit
„Bennis B-Sprache“ beherrscht.
Frau Klages erzählte noch einiges über ihr Hobby Stempelschnitzen
und auch, dass sie mit Radiergummis angefangen hat. Im Buch: „Rosies
Entführung“ ist hinten im Einband eine Anleitung zum Schnitzen für
Radiergummistempel. Auch sind ein paar einfache Motive zum Üben
abgebildet.
Zum Schluss hat Simone Klages noch einen Zettel verteilt, mit einem Stempelabdruck von dem Cover des Cismar-Kinderkrimis.
Uns hat die Lesung sehr gefallen, da sie abwechslungsreich und
interessant war. Die Schüler waren alle sehr aufmerksam und haben gut
mitgemacht. Frau Klages hat die Fragen der Schüler gut beantwortet und
auch Fragen aufgeklärt.
Interview mit Simone Klages
Können Sie uns etwas über Ihr Leben erzählen?
Dadurch, dass ich vier Geschwister habe, wurde es nie langweilig zu Hause. Ich habe immer sehr viel gelesen und war auch oft in Büchereien. Meistens habe ich Kinderbücher gelesen. Am besten fand ich, dass ich einmal Astrid Lindgren getroffen habe und sie fotografieren durfte.
Was wollten Sie als Kind werden?
Nach der Schule wollte ich Kunstlehrerin werden, beim Studium sagte man mir dann, ich sei nicht kreativ genug. Danach habe ich Grafikdesign studiert.
Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre Schulzeit?
In den ersten Jahren war ich sehr schüchtern. Ab der 6.-7. Klasse wurde ich frecher und bin sogar in der 8. Klasse sitzen geblieben. Trotzdem habe ich Abitur gemacht.
Haben Sie eine eigene Familie oder bleibt dafür keine Zeit?
Ich bin verheiratet. Kinder haben wir leider nicht, aber viele Nichten und Neffen und Patenkinder. In unserer Freizeit machen mein Mann und ich gerne Fahrradtouren. Zum Beispiel tausend Kilometer die Donau entlang. Oder von Dresden nach Hamburg immer an der Elbe entlang.
Wann und wie haben Sie sich entschieden, Schriftstellerin zu werden?
Eigentlich wollte ich gar keine Schriftstellerin werden. Ich habe erst Grafikdesign studiert und kam dann eigentlich nur durch Zufall zum Schreiben. Ich sollte ungefähr mit 29 Jahren einen Fortsetzungsroman schreiben und bin danach unter die Schriftsteller gegangen.
Wie kommen Sie auf die Ideen für ihre Bücher?
Bei den Cismar-Kinderkrimis kam ich auf die Idee, weil ich einmal für drei Monate im Winter in Cismar ´gewohnt habe. Zu der Zeit wurde ein Auto aufgebrochen und da ich dann “die Neue“ war, wurde ich von zwei Jungen verdächtigt. Die haben mich dann beobachtet und wollten in meinen Rucksack schauen, in der Hoffnung, sie würden dort das Einbruchswerkzeug und das Diebesgut finden.
Ansonsten habe ich immer ein paar Karteikarten dabei, auf die ich meine Ideen schreibe. Zum Beispiel, wenn ich unterwegs bin und mir dann ganz plötzlich eine Idee einfällt.
Was machen Sie, wenn Ihnen mal nichts einfällt oder Sie mal nicht weiterwissen?
Wenn ich nicht mehr weiter weiß, schaue ich immer in meinen Karteikasten. Dort sammle ich meine Ideen und schreibe sie in meine Bücher mit hinein, wenn es passt. Im Cismar-Band 3 hatte ich allerdings das Problem, dass ich zu viele Ideen in ein Buch gepackt hatte.
Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?
In meiner Freizeit fahre ich gerne mit meinem Mann Fahrrad. Ich schnitze aber auch Stempel.
Sind Sie vor Lesungen aufgeregt?
Ja, manchmal. Heute war ich etwas unsicher, da ich sonst eher vor 1. – 4. Klassen vorlese. Ich war mir nicht sicher, ob die Schüler der 6. Klasse mein Buch interessiert oder ob sie es vielleicht eher langweilig finden.
Wie hat Ihnen die heutige Lesung gefallen, gab es etwas sehr Positives?
Ich war sehr positiv überrascht, dass die Schüler der 6. Klasse so aufmerksam zugehört haben. Sie haben super zugehört.
Was würden Sie Hobbyschreibern für Tipps geben?
Jemand, der oder die nicht nur gern für sich selbst schreibt, könnte beispielsweise anderen seine Geschichten vorlesen. Ansonsten: Schreiben, schreiben, schreiben. Und auch selbst viel lesen, um zu sehen, wie andere schreiben. Aber wichtig ist es, seinen eigenen Stil zu finden.
Marie & Karina