Der Ferien-Leseclub


- Die Eröffnung

Die Eröffnung

Eröffnung durch Frau Erdsieck-Rave
Eröffnung durch Frau Erdsieck-Rave

Am Freitag, 11.7.09, waren Franziska und ich in der Gemeindebücherei bei der Eröffnung des Ferienleseclubs dabei. Jetzt möchte ich euch davon berichten:

Im vergangenen Jahr gab es bereits den Sommerleseclub, an dem 31 Büchereien und 3900 Kinder teilnahmen. Am erfolgreichsten war dabei die Bordesholmer Bücherei. Die Zahl der von Kindern und Jugendlichen ausgeliehenen Bücher sei um 50% gestiegen, von 1200 auf 17000. Deshalb wurde der diesjährige „Ferienleseclub“ (der Name wurde leicht geändert) auch hier eröffnet.
Zur Eröffnung waren viele Gäste da: Bildungsministerin Erdsiek-Rave, Vertreter aus vielen Büchereien Schleswig-Holsteins, der Direktor der Büchereizentrale und Herr Golinski von der Nordmetall-Stiftung, die die Aktion finanziell unterstützt.

Prüfung des Angebots
Prüfung des Angebots

Herr Schmidt-Richberg, Amtsvorsteher der Gemeinde Bordesholm, begrüßte die Anwesenden. Er sei sehr stolz, dass der Ferienleseclub in Bordesholm eröffnet werde.
Die Leiterin der Gemeindebücherei Bordesholm, berichtete: Letztes Jahr habe die Bücherei 150 Bücher gekauft, was aber viel zu wenig war, denn es gab für die 267 angemeldeten Kinder und Jugendlichen viel zu wenig Lesestoff. Aber man habe daraus gelernt: Dieses Jahr wurden 500 Bücher gekauft und schon am Eröffnungstag waren 220 Schüler angemeldet.
In diesem Jahr beteiligen sich nun 40 Büchereien in ganz Schleswig-Holstein, darunter unter anderem Kiel, Neumünster, Rendsburg und Eckernförde an der Leseförderung für Kinder ab der 5. Klasse, die unter dem Motto „Achtung! Lesen gefährdet die Dummheit" steht.
Ministerin Erdsiek-Rave lobt die Aktion als „wunderbare Idee, die ankommt!“ Wichtig beim Leseclub fand Frau Erdsiek-Rave auch, dass die Kinder untereinander Kontakt haben, sowohl bei der Buchausleihe in der Bücherei als auch beim Abschlussfest. Gut wäre auch, wenn der Leseclub auch in Familien hineinwirken würde, denn nur 40% der Kinder bekämen zu Hause ein Buch vorgelesen.

Kritische Begutachtung
Kritische Begutachtung
Heinz-Jürgen Lorenzen, Direktor der Büchereizentrale sagte: "Wir hoffen, dass der Funke von hier aus auch aufs Land überspringt". Das Ferienangebot sei eine "Brücke zwischen Schule und freier Zeit".
Mit ca. 84000 Euro wird der Ferienleseclub gefördert durch die Nordmetall-Stiftung, deren Specher Peter Golinski meinte, Leseförderung sei eine Investition in die Zukunft, denn die Betriebe seien auf gut ausgebildete Jugendliche angewiesen.
Nachdem Ute Erdsiek-Rave am Freitagmittag in der Bordesholmer Bücherei das Startzeichen gegeben hatte, erstürmten 100 Schüler der 5. Klassen der Hans-Brüggemann-Schule die Bücherei und durften sich als Erste Lesestoff für den Ferienleseclub aussuchen.
Beim Ferienleseclub gibt es drei Kategorien: Bronze,Silber und Gold.
Bronze bekommt man, wenn man ein Buch gelesen hat, Silber bei drei bis sechs und Gold ab sieben Büchern.
Man darf jeweils nur ein Buch ausleihen. Wenn man es zurückbringt, führt man mit einer Bücherei-Mitarbeiterin ein Gespräch über den Inhalt.
Am Ferienende erhalten die Kinder ihr FLC-Zertifikat für jedes gelesene Buch, das im Logbuch vermerkt ist. Für die Kinder ist es ein Ansporn, denn ihre erfolgreiche Teilnahme können sie sich ins Zeugnis eintragen lassen.
Von Rebecca

Die Abschlussparty

Lesemuffel aufgepasst!

Es bringt Spaß, es wird im Zeugnis vermerkt und es gibt eine Belohnung: Die Rede ist vom Lesen - zumindest beim Ferienleseclub, der am 4. September offiziell beendet wurde.
Der Ferienleseclub ist eine Aktion der Büchereien in Schleswig-Holstein (darunter natürlich auch unsere Gemeindebücherei), die die Lesebereitschaft von Kindern und Jugendlichen steigern soll. Am Anfang der Sommerferien meldete sich jede/r, der/die mitmachen wollte, in der Bücherei an. Dort erhielt man ein Logbuch, wo der Namen des Buches, der Namen des Autors und das Datum, an dem man das Buch ausgeliehen hat, eingetragen werden sollte. Hatte man ein Buch fertig gelesen, wurde in einem Gespräch in der Bücherei geprüft, ob das Buch wirklich gelesen wurde. Dann erhielt man einen Stempel in seinem Logbuch und auf einer extra Karte.
So haben es im Vorjahr 147 Kinder und dieses Jahr 177 Kinder gemacht. Der Unterschied: Im letzten Jahr wurden Rund 400 Bücher gelesen. Dieses Jahr waren es knapp 1300!!!
   
Am Ende des Ferienleseclubs wurde in den PCs nachgesehen, wer wie viele Bücher gelesen hat. Danach wird entschieden, ob er/sie eine Urkunde bekommt auf der Gold, Silber oder Bronze angekreuzt wird. Dieses Jahr gab es 30-mal Bronze, 62-mal Silber und 85-mal Gold. Doch bevor diese Urkunden vergeben wurden, spielte die Band Duty... Stuff it! (auf Deutsch: Pflicht, sch... drauf…!) ein paar Lieder. Danach richtete die Büchereileiterin das Wort an die Kinder. Eine zweite Rednerin sprach in ihrer Rede aus, was an diesem Nachmittag vielleicht so manche Eltern dachten:„ Lesen ist etwas Besonderes. Man kann sich ein schönes Buch nehmen, sich mit einem Saft in eine gemütliche Ecke verkrümeln und sich in das Buch vertiefen. Und das funktioniert ohne Netz und ohne PC-Anschluss!“

Im Anschluss an diese Rede unterhielt „Duty...Stuff it” die Anwesenden noch ein paar Minuten, bevor die Kinder sich auf den Kuchen und die Getränke stürzen durften. Die Getränke und der Kuchen, welcher übrigens von Insassen des Gefängnisses in Neumünster gebacken wurde, waren für die Teilnehmer des Ferienleseclubs umsonst. Denn sie konnten ihre Stempelkarten abgeben und bekamen dafür Gutscheine für beides. Wer keinen Hunger bzw. Durst hatte, konnte in der Bücherei basteln oder vor der Bücherei mit Spielzeugen aus dem Spielmobil spielen. Um 16.15 Uhr wurden die übrigen Stempelkarten eingesammelt, womit man an der Tombola teilnehmen konnte. Bei der Tombola gab es unter anderem zu gewinnen: Fingerboards, USB-Sticks, Puzzle, Kino-Gutscheine, Strandmatten, Heftordner von den Wilden Hühnern, Eis-Gutscheine und Headsets.

Auch in diesem Jahr war für jeden Leser und jede Leserin etwas im Sortiment enthalten.
So auch für T.-O., 11 Jahre. T.-O. hat Geschichtsbücher und Sachbücher gelesen. Auf die Frage, ob er letztes Jahr auch schon mit gemacht habe, antwortete er: „Nein. Aber so viele Freunde haben mir erzählt, wie toll die Aktion ist, dass ich dieses Jahr auch mitgemacht habe.“
Während sie bastelte, konnte wir J. ein paar Fragen stellen. J. ist 14 Jahre alt und hat in den Ferien 6 Bücher gelesen. Wie sie dazu kam, am Ferienleseclub (FLC) teilzunehmen: „ Ich wollte ein Buch lesen, das aber für die Teilnehmer des FLC zurückgelegt war. Also habe ich mitgemacht. Aber hätte ich nur das eine Buch gelesen, hätte ich nur eine Bronze-Urkunde bekommen. Das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen und habe die anderen Bücher aus der Reihe auch noch gelesen.“
Auch E. aus der 6d hatte viel Spaß am Lesen ihrer Bücher und sagte, sie würde es sogar jedem Lesemuffel weiterempfehlen, da es eine Belohnung gibt, für die es sich lohne, mitzumachen!
L., 12 Jahre, hat 11 Bücher gelesen, sie machte zum zweiten Mal beim Ferienleseclub mit und auch dieses Jahr hat es ihr wieder sehr viel Spaß gemacht.
Damit er eine bessere Schulnote in Deutsch bekommt, hat L., 11 Jahre, am Ferienleseclub teilgenommen. Er hat 8 Bücher gelesen, davon hauptsächlich Sachbücher und Krimis. L. hat das Lesen sehr viel Spaß gemacht und er möchte nächstes Jahr auf jeden Fall wieder beim Ferienleseclub mit machen. Damit hat er für fast alle diesjährigen Teilnehmer gesprochen!

Während die Teilnehmer der Tombola gespannt auf ihre Gewinne warteten, hatten wir die Möglichkeit, noch ein paar Eltern zu dem Thema „Ferienleseclub“ zu interviewen. Frau L. von der Gemeindebücherei sagte uns, dass ihre Tochter sehr kritisch war mit den Büchern die sie gelesen hat. Hat ihr ein Buch nicht gefallen, hat sie es weggelegt und ein neues Buch angefangen. Mit einer Sache sprach sie auf jeden Fall für alle Eltern: „ Ich bin sehr stolz auf mein Kind und finde es ganz prima, dass sie so viel gelesen hat. Sie hatte Spaß an der Aktion und möchte nächstes Jahr wieder mitmachen.“

Also Lesemuffel, wie ihr schon in diesem Bericht lesen konntet, muss lesen ja nicht immer langweilig sein. Wenn man etwas hat, eine Belohnung in Aussicht ist, dann bringt es sogar euch Spaß, Bücher zu wälzen!

Geschrieben von Frederike Heinzel

Sonderpreis im Foto-Wettbewerb „LeseOrte – LeseZeiten"

Viele Schüler und Schülerinnen der Hans-Brüggemann-Schule beteiligten sich in diesem Jahr am Ferienleseclub (FLC).
Begleitend zum FLC gab es auch einen Fotowettbewerb mit dem Thema „LeseOrte – LeseZeiten“.
Das nahm die Klasse 6d zum Anlass, an einem schönen Sommervormittag kurz vor den Ferien einen Ausflug zum Bordesholmer See zu machen. Die Schüler waren ausgerüstet mit Büchern und bei einer Wanderung um den See wurden verschiedene Leseorte ausprobiert.
Wir zeigen hier einige Fotos, die bei dieser Aktion entstanden sind.


Alle Fotos, die den Schülerinnen und Schülern gefielen, wurden zum Fotowettbewerb eingereicht.
Am Montag, 23.11.09, wurde die Wanderausstellung des Ferienleseclubs in der Stadtbücherei Neumünster eröffnet. Alle Preisträger waren zur Eröffnung eingeladen. Für ihr besonderes  Engagement erhielt die Klasse 6d einen Sonderpreis: einen Foto-Workshop für die ganze Klasse. Stellvertretend für die Klasse nahmen Saskia, Sarah, Celina, Melissa und Susanne den Preis im Empfang.
Leonard Klapheck bekam außerdem für ein besonders gelungenes Foto, das er privat eingesandt hatte, den 9. Platz in der Einzelwertung.
Irgendwann kann man diese Ausstellung auch in der Bordesholmer Gemeindebücherei besichtigen. Dort sind auch das Foto von Leonard und eines der eingeschickten Klassenfotos zu 6d – 3 Jungen lesend unter dem Sonnenschirm – zu bewundern.

Unsere Fotos zeigen die Preisträger und die  prämierten Fotos, die in der Wanderausstellung zu sehen sind.
 

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